Wasserschlacht mit Promifaktor beim Velothon 2014


Der – bei allen sportlichen Ambitionen der Klappradler– ernsthafte Teil des Velothon-Wochenende startete wie jedes Jahr am Sonntag. Insgesamt mehr als 13.000 Teilnehmer machten sich auf die 60 bzw. 120 km lange Strecke, die in schönster Sightseeing-Manier am Potsdamer Platz startete und auf dem Weg zum Ziel am Brandenburger Tor wirklich alle Sehenswürdigkeiten mitnahm. Ob die Teilnehmer jedoch Muße hatten diese Hochgeschwindigkeits-Stadtrundfahrt zu genießen, darf getrost bezweifelt werden – zumal es tierisch schüttete. 

Der Fernsehturm am Alex lässt sich bestenfalls noch erahnen, so diesig war's.

Der Fernsehturm am Alex lässt sich bestenfalls noch erahnen, so diesig war’s.

Auf die Kurzdistanz ging es bereits um viertel vor acht, das haben wir uns also geklemmt und den lieben Kollegen Robert erst mal alleine auf die Strecke geschickt. Die begleitend aufgebaute Budenmeile offeriert erfahrungsgemäß jetzt auch nix, was man nicht schon bei der ein oder anderen Fahrradmesse im Trockenen bewundern konnte. Start für die lange Distanz war  ca. ab 9:00 – immer noch im strömenden Regen. Ganz vorne ein Startblock mit VIPs, von denen wir keinen erkannt haben. Zumindest die Identität einer einzelnen Dame konnte geklärt, einfach weil so ein Gewese um sie veranstaltet wurde. Bei Claudia Pechstein wurde schon von Veranstalterseite dafür gesorgt, dass man sie wahrnimmt. Ob Pechstein jetzt das passende Aushängeschild für ein sauberes Jedermann-Rennen ist, darf angesichts der Diskussion um mögliche Dopingvergehen zumindest bezweifelt werden.  Keine Ahnung wie sie sich im Endeffekt angestellt hat, aber sie wirkte im Vorfeld doch etwas nervös und hat sich von Ihren Vereins- oder Mannschaftskollegen zusichern lassen, dass sie hinten fahren darf 😉

Fehlt nur noch, dass sie mit den Hufen scharren. Die Aufregung kurz vor Start ist immer ein besonders schön.

Fehlt nur noch, dass sie mit den Hufen scharren. Die Aufregung kurz vor Start ist immer ein besonders schön.

Danach direkt rübergedackelt zum Zieleinlauf, schließlich wollten wir unseren Werkstatt-Helden, der als Einziger die BoB-Ehre hoch hielt, ein schönes Siegerfoto schenken. Naja. 30 min. höchste Konzentration mit prüfenden Blicken in abgekämpfte Gesichter und genau in dem Moment wo Robert grinsend über die Ziellinie donnert werden wir von der Seite angequatscht. Deswegen nur von hinten. 

Das macht Radfahren: Erschöpft und glücklich nach einem Traumrennen in 1:49h auf 60 km.

Das macht Radfahren: Erschöpft und glücklich nach einem Traumrennen in 1:49h auf 60 km. DAs Bier war übrigens nachweisbar alkoholfrei – zumindest dieses.

Sorry, Robert mir fällt grad auf, dass es echt nett gewesen wäre, wenn wir einfach behauptet hätten, dass Du so schnell warst, dass wir gar keine Chance hatten. Zumal ein 35er Schnitt im strömenden Regen und ohne Vorbereitung (!) wirklich eine ziemliche Ansage ist. Glückwunsch und vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr Dich nicht allein antreten zu lassen.

Und noch ein paar Bilder vom Velothon 2014:

Frau Pechstein in den Startlöchern

Frau Pechstein in den Startlöchern

 

Ein paar von der Klapprad-Jungs waren auch hier am Start. Der Schnellste über die 120 km mit einem sagenhaften Schnitt von 37 km/h

Ein paar von der Klapprad-Jungs waren auch hier am Start. Der Schnellste über die 120 km mit einem sagenhaften Schnitt von 37 km/h

 

Kurz vor dem Start am Potsdamer Platz herrscht auch beim Velothon Formel1-Atmosphäre - minus Lärm und Gestank.

Kurz vor dem Start am Potsdamer Platz herrscht auch beim Velothon Formel1-Atmosphäre – minus Lärm und Gestank.

 

Das war wohl einer der Veranstalter bzw. Partner (irgendjemand von der "Roadbike) jedenfalls)

Das war wohl einer der Veranstalter bzw. Partner (irgendjemand von der „Roadbike“ jedenfalls)

 

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