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Berlin-Buch-Tipps von Berlin on Bike

a close up of a book

 

Berlin-Buch-Tipps von Berlin on Bike

Da wir wie so viele grade mehr Zeit zuhause verbringen und viele nur von einem Berlin-Besuch träumen können, dachten wir uns, dass es kaum etwas Besseres gibt, als es sich mit einem guten Buch gemütlich zu machen. Wir haben darum unser Team nach ihren liebsten Berlin-Büchern gefragt und diese für Euch gesammelt. Die Bücher sind natürlich ein schönes Geschenk für jeden Berlin-Fan.

 

Cover von "Jeder stirbt für sich allein" von Hans Fallada
Falladas letzter Roman, der auf einer wahren Geschichte basiert, ist völlig zu Recht verspätet zum internationalen Bestseller geworden. Das Arbeiterehepaar Quangel, dessen Sohn Hitlers Krieg zum Opfer fällt, verteilt Postkarten mit Botschaften gegen das Nazi-Regime in der Stadt. Anhand des Schicksal dieser „einfachen“ Leute zeigt Fallada, wie Angst, Misstrauen und Terror in den frühen 40-er das Lebensgefühl bestimmten, aber auch dass selbst vergeblicher Widerstand nicht sinnlos ist. Harter Stoff, der sich lohnt. Ein Tipp von Judith.

Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada (Aufbau Taschenbuch, 704 S., 12,99 €) 

 

Cover von "Berlin in 100 Kapiteln" von Harald Martenstein und Lorenz Maroldt
Martenstein, Kolumnist bei “Zeit” und Tagesspiegel und Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegel nehmen ihren “hundert Kapiteln, von denen leider nur dreizehn fertig wurden” den alltäglichen Irrsinn der deutschen Hauptstadt auf unterhaltsame Weise auseinander. Es geht um die vielen Skandale der vergangenen Jahre von Banken und Immobilien bis zum BER, Mietwucher, die zum Verzweifeln lahme Berliner Verwaltung und die 12 Bezirke und ihre Bewohner. Die beiden Journalisten erzählen von einer Stadt, die förmlich “ins Scheitern verliebt ist”, die sie und Millionen von Menschen aber trotz allem lieben. Dieser Tipp kommt von unserem Guide Jens.

Berlin in hundert Kapiteln, von denen leider nur dreizehn fertig wurden“ von

Harald Martenstein & Lorenz Maroldt (Ullstein Verlag, 288 S., 19,00 €)

 

Cover von "Du bist nicht so wie andere Mütter" von Angelika Schrobsdorff
In Björns Tipp „Du bist nicht so wie andre Mütter“ werden die wilden 20er mal aus der Perspektive einer Frau beschrieben. Im autobiographisch geprägten Roman schildert Schrobsdorff das Leben ihrer aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammenden Mutter. Else kümmert sich nicht um Konventionen und führt in den Goldenen Zwanzigern ein von den politischen Ereignissen ungestörtes, wildes Leben, bis zur Machtübernahme der Nazis. Die Familie flüchtet nach Bulgarien und kehrt nach dem Krieg ins zerstörte Berlin zurück. Das persönliche Schicksal der Familie schildert die Autorin einfühlsam und berührend.

Du bist nicht so wie andre Mütter“ von Angelika Schrobsdorff (DTV, 592 S., 11,95 €)

 

Cover von "Berlin von Jason Lutes
In seinen Graphic Novels entfaltet der amerikanische Comic-Zeichner Jason Lutes ein eindrucksvolles und genau erzähltes Porträt der untergehenden Weimarer Republik. Die Trilogie folgt der jungen Kunststudentin Marthe Müller und dem Journalisten Kurt Severing und einer Vielzahl anderer Charaktere von 1928 bis zur Machtübernahme der Nazis durch ein Berlin, das einem Pulverfass gleicht, geprägt von Auseinandersetzungen zwischen Faschisten und Kommunisten. Die 3 Bände gibt es mittlerweile als schicke Gesamtausgabe – sicher nicht nur für Comic-Fans ein tolles Geschenk. Dieser Tipp kommt von Heidi.

Berlin – Gesamtausgabe“ von Jason Lutes (Carlsen, 608 S., 46,00 €)

 

Cover von "ich trug den gelben Stern" von Inge Deutschkron
Mit der Machtergreifung der Nazis 1933 beginnt für die 10-jährige Inge ein Leben geprägt von Verfolgung und ständiger Angst. Nachdem die Flucht durch den Kriegsbeginn verhindert wird, bewahrt sie die Arbeit in der Blindenwerkstatt von Otto Weidt vor der Deportation, ab 1943 werden Deutschcron und ihre Mutter von nichtjüdischen Freunden versteckt. So überleben sie als zwei von nur 1423 Berliner Juden den Holocaust. Inge Deutschcron hat den Kampf gegen das Vergessen der Nazi-Verbrechen zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Sie setzt sich aber ebenso für die Erinnerung an die “Stillen Helden” ein, die ihr und anderen Juden halfen der Ermordung zu entgehen.

Ich trug den gelben Stern“ von Inge Deutschcron (DTV, 224 S., 9,90 €)

 

Cover von "Vaterland" von Robert Harris
Harris´ Thriller spielt im fiktiven Berlin von 1964 kurz vor Hitlers 75. Geburtstag. Nazi-Deutschland hat den Krieg gewonnen, beherrscht Europa und befindet sich im “Kalten Krieg” mit den USA. Der Kripo-Sturmbannführer Xaver März findet eine Leiche am Ufer der Havel. Es beginnt eine Mordserie an mehreren Nazi-Größen, bei deren Aufklärung der Kommissar schnell in ein Komplott verwickelt wird, das das dunkelste Geheimnis des Reiches schützen soll. Der spannende Thriller löste bei Erscheinen in Deutschland einen kleinen Skandal aus, wurde zum Bestseller und 1994 verfilmt. Ein Tipp für alle Fans von Thrillern und alternativer Geschichtsschreibung. Ein Tipp von unserem Guide Thomas.

Vaterland“ von Robert Harris (Heyne, 448 S., 10,99 €)

 

Cover von "Blutsbrüder" von Ernst Haffner
Anfang der 30er Jahre leben tausende von Jugendlichen in Berlin auf der Straße. Willi und Ludwig sind vor der Gewalt in Erziehungsheimen in die Großstadt geflohen und schlagen sich mit Taschendiebstählen, Gelegenheitsprostitution oder als Tagelöhner durch. Sie schließen sich der Clique der Blutsbrüder an, die sich in der Spandauer Vorstadt in einer Welt zwischen Elend, Sex und Crime bewegt. Eine faszinierende Milieuschilderung aus der Weimarer Republik, die von den Nazis verboten und spät wiederentdeckt wurde. Ein Tipp von unserem Guide Rinus.

Blutsbrüder“ von Ernst Haffner (Aufbau Taschenbuch, 272 S., 12,00 €)

 

Gebt uns Bescheid, wenn Ihr noch mehr Lesetipps mit Berlin-Bezug für uns habt. Für weitere Geschenk-Tipps schaut auch gerne einmal hier. Und auch unsere Gutscheine für eine geführte Radtour sind natürlich ein tolles Geschenk für alle Berlin-Fans. Ansonsten wünschen wir Euch viel Spaß beim Lesen und Verschenken.

 

  • FÜR GESCHICHTSINTERESSIERTE!
Ab 29

Sie stand 28 Jahre, die Berliner Mauer. Und wurde immer weiter ausgebaut, bis ein Entkommen über die Sperranlagen fast unmöglich war. Eine Zeitreise in den „Kalten Krieg“. Mit oft unglaublichen Geschichten, von waghalsigen Tunnelfluchten bis…