Musik aus Berlin, der melodische Mo… Mittwoch


Diese Woche ausnahmsweise mal auf den Mittwoch und mal wieder aus und nicht nur über Berlin; das Berlin Boom Orchestra mit der Endstation Rudow über das schön-schreckliche Gefühl morgens nach der Party der Frühschicht in der U7 auf den Zeiger zu gehen und direkt einzupennen:

Die acht Musiker von BBO kommen als aus Berlin, großteils sind sie im Südwesten der Stadt aufgewachsen, mittlerweile aber meist in Richtung Stadtmitte gezogen – vorzugsweise Kreuzberg. Es gibt ein paar Dinge, die die Band von anderen Reggae-Kapellen unterscheiden. Da wären zunächst die sozialkritischen Texte, die auch Themen wie Alltags-Rassismus und Anti-Semitismus nicht ausklammern; ganz allgemein legt die Gruppe gern den Finger in die Wunde. Dadurch dass in Deutschland Reggae/Ska meist als Gute-Laune-Musik einsortiert wird entstehen hier immer wieder interessante Spannungen zwischen Text und Musik. Darüber hinaus sind die meisten Bandmitglieder nur im Nebenberuf Musiker. Das liegt einerseits daran, dass bei einer so großen Kombo, sich die ohnehin nicht allzu üppigen Gagen einfach zu breit verteilen, um wirklich davon leben zu können, andererseits aber auch an der eigenen Kompromißlosigkeit. Die äußert sich bspw. darin, dass man nach wie vor ohne Majorlabel veröffentlicht und sich ganz genau aussucht, wo man und mit wem man spielt. Ich hoffe, dass die Jungs und Mädels trotzdem weiter Ihren Urlaub opfern, um auf Tournee gehen zu können und den Soundtrack von Berlin mit deftigen Offbeats zu versorgen.

Als Bonus möchten wir Euch noch einen Song mit auf den Weg geben, dessen Text vielen von Euch seltsam vertraut sein mag „Ach heut geht alles scief – die Welt muss mich echt hassen…“ Und trotzdem macht das irgendwie gute Laune. In diesem Sinne; genießt den Sommer, Ride safe!!

Kaufen kann man die Sachen natürlich auch,  z.B. bei Amazon

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