360° Sightseeing in Berlin


little-planet-berlin Photoshperes aus Berlin

Wirklich neu sind die vor allem von Google für seinen Kartendienst Maps bzw. Streetview eingeführten 360°-Panoramen nicht mehr. Mittlerweile ist aber die Software so leistungsfähig, dass auch wurstfingrige Grob-Motoriker wie der hier Schreibende in der Lage sind halbwegs ansehnliche Rundum-Ansichten zu produzieren. Da Übung ja bekanntlich Meister macht, habe ich mich vor einigen Wochen mal aufs Rad geschwungen und bei einer kurzen Tour sog. Kugelpanoramen der ein oder anderen Berliner Sehenswürdigkeit für Euch abgelichtet. Falls Ihr auch ein paar schöne 360°-Bilder aus Berlin habt, schickt uns doch einfach den Link an social@berlinonbike.de, dann nehmen wir das gern hier mit auf.

Viktoria-Luise-Platz, Schöneberg

Los geht unsere Foto-Radtour in Schöneberg. Der Kiez rund um den Viktoria-Luise-Platz ist klassisches West-Berlin. Gediegene Altbauten wo die Wohnungen häufig noch über die ganze Etage gehen und sich unternehmenslustige Teenager durch den ehemaligen Dienstboten-Ausgang schleichen, um das Nachtleben am benachbarten Nollendorffplatz unsicher zu machen. Viele Künstler, Lehrer, Anwälte.

Rumdum-Ansicht Potsdamer Platz

Muss eigentlich nicht mehr vorgestellt werden. Bahntower und Sony-Center mit seinem an den heiligen Berg Fuji gemahnenden Zeltdach wirken zwar immer noch wie ein in Berlins Mitte gelandetes Raumschiff (in dem spätestens ab 23 Uhr auch niemand mehr wach ist) aber als Kulisse immer wieder beeindruckend, einer der wenigen Orte an denen Berlin so etwas wie eine Skyline hat.

Spree, Paul-Löbe-Haus

Zwischen den Abgeordnetenbüros im Paul-Löbe-Haus und dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus liegt dummerweise die Spree. Hoch über dem Wasser verbindet eine Fussgängerbrücke die beiden Gebäude. Dass die Verbindung nur den Amtsmenschen vorbehalten war, ist den stets basisdemokratisch eingestellten Berlinern, natürlich sauer aufgestoßen. Neben dem passenden Spitznamen – „gehobene  Beamtenlaufbahn“ setzten sie den Bau einer zweiten Brücke für das gemeine Volk durch, von der sich einer der schönsten Blicke im gesamten Regierungsviertel bietet.

360 Grad Spree und Hauptbahnhof

Nur ein kleines Stück spreeabwärts befindet sich eine seltsame Konstruktion, wie ein aufgeschnittener Hügel, direkt am Spreebogen gegenüber dem Hauptbahnhof. Das ist natürlich Kunst und kann nicht einfach weg. Ganz nebenbei erfüllt dieser seltsame Einschnitt aber auch eine ganz praktische Funktion als Frischluftschneise. Im Sommer zieht das über dem Humboldthafen verdunstende Wasser der Spree als kühlendes Lüftchen zwischen Kanzleramt und Reichstagsgebäude hindurch.

Panorama Neptunbrunnen/Rathausforum/Marienkirche

Im Schatten des Fernsehturms liegt die Marienkirche eines der ältesten und historisch interessantesten Gebäude Berlins. Der hier nur klein abgebildete Neptunbrunnen stand ursprünglich vor dem Berliner Stadtschloss, wo ihn Wilhelm Zwo angeblich einmal um 180° drehen ließ, weil ihm der Meeresgott immer so grimmig ins Schlafzimmer  geglotzt hat (Ist natürlich quatsch, aber die Geschichte ist nicht nur zu schön, um wahr zu sein, sondern auch um sie für sich zu behalten)

Photosphere Bodemuseum/Monbijoubrücke

An der Spitze der Museumsinsel liegt das Bodemuseum, benannt nach dem ehemaligen Generaldirektor der preußischen Museen und kaiserlichen Sammlungen. Bode hat nicht nur die Grundlagen der modernen Museumswissenschaften gelegt sondern den Ausbau der Sammlung auch mit allerlei fragwürdigen Tricks betrieben. Direkt gegenüber liegt das Strandbad Mitte mit wunderschöner Tanzfläche direkt an der Spree.

RAW bzw. Cassiopeia

Mit einigen Schlenkern folgen wir der Spree Richtung Friedrichshain und schauen uns das tagsüber so friedliche und entspannte RAW-Gelände an (bitte nicht englisch aussprechen, das ist eine Abkürzung und steht für das herrliche Wortungetüm ReichsbahnAusbesserungsWerk.

 

Kugelpanorama der Oberbaumbrücke / Universal Music

Die Oberbaumbrücke ist so etwas wie das inoffizielle Wahrzeichen Kreuzbergs und eine von den Ansichten, die mir persönlich nie über ist.

Sowjetisches Ehrenmal in Treptow

Mitten im Treptower Park befindet sich diese monumentale Bauwerk, dass mich immer wieder an James Bond denken lässt. In klassisch sozialistischer Heldenarchitektur wird hier der im Kampf um Berlin gefallenen Sowjet-Soldaten gedacht, von denen tausende hier ihre letzte Ruhe gefunden haben. Beeindruckend, erhebend und irgendwie aus der Zeit gefallen.

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