Chris Gueffroy – das letzte Opfer des Schießbefehls


Stefan Richter

©Stefan Richter: Weisses Kreuz zur Erinnerung an Chris Geoffroy in der Nähe des Berliner Reichstages

Heute vor 25 Jahren, am 5. Februar 1989, wurde der 20 jährige Chris Gueffroy an der Berliner Mauer erschossen. Er war der letzte, der dem Schießbefehl an der Berliner Mauer zum Opfer gefallen ist und der Vorletzte überhaupt, der bei einem Fluchtversuch ums Leben gekommen ist.

Chris Gueffroy war ein begabter Turner, wollte jedoch keine Karriere als Sportler unter den strengen Bedingungen in der DDR machen. Als er dann 1989 erfuhr, dass er zur Wehrpflicht eingezogen werden sollte, beschloss er dann mit seinem Freund Christian Gaudian über die Mauer in den Westen fliehen.

In der Nacht zum 6. Februar wollten die beiden am Britzer Verbindungskanal die Berliner Mauer überwinden. Sie hatten gehört, dass der Schießbefehl heimlich aufgehoben wurde. So überwanden sie zunächst die sogenannte „Hinterlandmauer“. An dem darauffolgenden „Grenzsignalzaun“ löste einer der beiden Freunde ein Signal aus. Daraufhin wurde mit Scheinwerfern nach den beiden Freunden gesucht. Am letzten Zaun zum Westen hin wurden sie dann schließlich entdeckt. Die Grenzsoldaten eröffneten das Feuer auf die beiden. Dabei kam Chris Gueffroy ums Leben. Sein Freund Christian Gaudian wurde schwer verletzt verhaftet.

Nach dem Tod von Chris Gueffroy wurde der Schießbefehl am 3. April 1989 tatsächlich aufgehoben.

In der Kapelle der Versöhnung an der Mauergedenkstätte finden regelmäßig von Dienstag bis Freitag von 12:00 bis 12:15 Gedenkandachten für die Maueropfer statt. Während der Winterzeit Pausieren diese. Die nächste Andacht ist aber für den 4. März geplant. Weitere Informationen dazu findet ihr hier

Etwas mehr Informationen über Chris Gueffroy und die Umstände seines Todes bietet diese Doku: 

Wenn ihr noch mehr über die Berliner Mauer erfahren wollt, dann macht bei unserer Mauer Fahrradtour mit.

 

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