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Die Kaffeeriecher des Alten Fritz – The smell of coffee.

a person riding a horse

deutsch

Have you ever heard of the job “Coffee smeller”?

These were people in Prussia smelling the streets for illegal coffee roasting, but let’s go back a little.

King Frederick II. (1712-86, also Frederick the Great or Old Fritz) was rather fond of conquering parts of his neighbour’s realm – and pretty successful at it.

Nonetheless wars cost money – a lot of it. One way to get more, was to debase the currency, which he did, another, more universal way was to think up new taxes. And Fritz was pretty good at this as well or more exactly his French tax guy Marcus Antonius de la Haye de Launay was, pretty name isn’t it? Luxury items like spirits or periwigs were among the most heavily taxed items in Prussia – and coffee. The king’s manufactury was the only institution allowed to import and roast coffee. Problem was, people back then were already super-fond of a good brew – and not just the 1%, but the middle classes as well. Meanwhile in Hamburg, just a few days ride away, coffee was to be had at a fraction of what it cost in Berlin. So naturally smugglers sensed a great opportunity to import green, unroasted coffee. De Launay couldn’t have that, after all, his own considerable fee was tied to Frederick’s taxes. Another side effect of war are reams of invalids looking for jobs. So he got hundred unemployed French soldiers to patrol the streets of Berlin and other Prussian cities to smell for illegal coffee roasting.

To take off some of the edge off, there were numerous exceptions for the nobility, military officers, the clerus, citizens that were rich enough not to work etc. But like I said, coffee was a mainstream thing, smuggling ubiquitous and the tax guys (Regies) attacked so frequently that at least this particular tax was cancelled after just a few years, even though Prussia remained one of Europe’s highest taxed principalities.

Ride Safe!

Die Kaffeeriecher bei der Arbeit

Die Kaffeeriecher bei der Arbeit

 

Preußischer Steuerwahn

Friedrich II. von Preußen (1712-86), auch genannt “der Große” oder einfach “Alter Fritz” gefand großen Gefallen daran das Territorium seines Königreichs auf Kosten seiner Nachbarn zu vergrößern und war dabei unbestritten sehr erfolgreich. Nun kosten auch erfolgreiche Kriege Geld, viel Geld. Eine beliebte Methode war die eigene Währung zu ‘verwässern’ also den Anteil an Edelmetallen zu senken und stattdessen Blei und Zink zu verwenden. Auch Fritz hat sich mit Hilfe seines Schatzmeisters und dem sogenannten Hofjuden Veitel Ephraim dieser Methode bedient. Eine andere war es, sich neue Steuern auszudenken und diese mit aller Gewalt einzutreiben. Auch darin war Friedrich erfolgreich, oder genauer gesagt, sein französischer Steuerspezialist Marcus Antonius de la Haye de Launay.

Wie immer in solchen Zeiten sind Luxusgüter eine hervorragende Quelle frischer Einkünfte; Tabak, Tee, Perücken, aber auch Salz und Essig wurden auf einmal sehr teuer – und eben Kaffee. Die königlichen Röstereien waren die einzigen die legal Kaffee einführen und rösten durften, was den Kaffee extrem teuer machte. Zwar gab es zahlreiche Ausnahmen wie für hohe Offiziere und den Adel, aber in den vergangenen 100 Jahren hatte sich das Gebräu, ohne das heute kaum einer mehr aus dem Bett kommt, auch im Bürgertum bzw. der Mittelschicht verbreitet.

Hamburg nur ein paar Tagesreisen entfernt war auch schon damals einer der größten Einfuhrhäfen für Kaffee in Europa und dementsprechend kosteten die grünen ungerösteten Bohnen dort nur einen Bruchteil. Und wie jeder weiß, der schon mal einen Mafiafilm gesehen hat, bringt eine solche Situation immer auch Gelegenheiten für etwas weniger gediegene Charaktere mit sich. Es wurde also geschmuggelt was das Zeug hält.

De Launay, dessen Gehalt unmittelbar an die Einkünfte des Königshauses gekoppelt war, konnte sich das natürlich nicht bieten lassen. Also bediente er sich einer Ressource, die der Krieg im Übermaß bereitstellte; Invaliden. Fortan schlichen also einige 100 französische Ex-Soldaten durch die Gassen Berlins und anderer preußischer Städte und hielten ihre Nasen in den Wind, um illegalen Röstereien auf die Spur zu kommen und schufen so den ‘Berufszweig’ des Kaffeeriechers, wobei davon auszugehen ist, dass die Herren sich auch um andere Steuerdelikte kümmerten – so durften sie z. B. jedem die Perücke vom Kopf ziehen und das Siegel auf der Innenseite zu prüfen, wenn Zweifel daran bestanden, dass diese ordentlich besteuert war.

Wie Ihr Euch denken könnt, waren diese “Regie” genannten Eintreiber alles andere als beliebt und speziell Kaffee mittlerweile so verbreitet, dass das Monopol nach nur wenigen Jahren gekippt wurde, aber Preußen blieb auf Jahrzehnte eines der Länder mit den höchsten Steuern.

Fahrt vorsichtig!

 

 

 

 

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