Cycle Bike & Style – eine Heftkritik


Ein neues Magazin ist geboren! Cycle Bike & Style ab sofort erhältlich

Herausgeber und Verlagsgeschäftsführer Hans Joachim Wieland bei seiner der Premierenfeier im Stilrad.

Herausgeber und Verlagsgeschäftsführer Hans Joachim Wieland bei seiner der Premierenfeier im Stilrad.

Seit dem gestrigen Montag ist der gut sortierte Zeitschriftenhandel um ein Angebot für Fahrradfreunde reicher. Wir hatten bei der Vorpremiere im Stilrad Gelegenheit das Werk ausführlich in Augenschein zu nehmen. Vielen Dank für die nette Feier und die vielen interessanten Gespräche (und das Freibier und die Musik und überhaupt).

Cycle Bike & Style meint im Zeitschriftensegment eine Lücke entdeckt zu haben und will diese nun zu füllen. Während es für sportliche Radler mit Materialfetisch (und das sind fast alle) oder die ADFC-Reiseradler eine schier unendlich wirkende Auswahl an Hochglanz-Magazinen gibt, blieb der urbane Radler bislang meist auf der Strecke. Das ist umso bemerkenswerter, als dass der gemeine Alltagsradler sicherlich die am häufigsten anzutreffende Spezies unter uns Radlern ist – unabhängig davon wie weit sich das noch aufspaltet. Städtisches Fahrradfahren ist für Viele von uns deutlich mehr als das reine „Von-A-nach-B“; es ist ein Lebensgefühl. Natürlich hat diese Gruppe ganz andere Bedürfnisse als bspw. Mountainbiker, die sich in schöner Regelmäßigkeit religiös anmutende Debatten über die richtige Laufradgröße liefern.

Carmen beim ersten Durchblättern.

Carmen beim ersten Durchblättern.

Mit dem Magazin Fahrstil gibt es zwar schon ein Medium dass sich an alle Radfahrer richtet, aber wo dieses sich dem Thema eher philosophisch nähert, will Cycle ganz klar ein klassisches Bike-Magazin sein mit Produkttests (Riemenantriebe, Rucksäcke, Jacken) und Reportagen (Pashley Bikes, Messenger). Und man muß sagen, die Mischung stimmt.

Die Aufmachung ist durchweg hochwertig, was sich vor allem in tollen Fotos niederschlägt, das Design insgesamt eher klassisch, die Texte flüssig geschrieben und gut lesbar. Ebenso hochwertig wie die Zeitschrift selbst sind die vorgestellten Produkte. Beispielhaft möchte ich hier die Bilderstrecke zu fahrrad-tauglichen Winterjacken hervorheben. Natürlich ist schicke Funktionskleidung generell nicht günstig, aber bei sieben Jacken mit Preisen zwischen 400 und 749 € wirkt die letzte Seite mit der Lodenjacke für 150€ eher wie ein nachträgliches Zugeständnis an die velophile Mittelklasse. So haben zwar fast alle Produkte einen hohen „Haben-Wollen“-Faktor, aber gerade für junge Leser bleibt Vieles außerhalb der finanziellen Reichweite.

Die Cycle zeichnet sich aus durch schöne Fotos und durchgängig hochwertiges Layout.

Die Cycle zeichnet sich aus durch schöne Fotos und durchgängig hochwertiges Layout.

Fazit: gut lesbares, schön und aufwendig gestaltetes Magazin mit einer ansprechenden Themen-Mischung für urbane Radler und Radlerinnen (…die gerne ein bißchen mehr Geld haben dürfen). Der Handelspreis von 6,80 € geht völlig in Ordnung und wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe im Frühling. Künftig soll das Heft vier mal im Jahr erscheinen.

Ab zum Kiosk und viel Spaß beim Lesen.

Ride Safe!

Sascha

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