Kaninchen, Zombies und Bob Dylan (Berlin-Tipps KW 43)


Der Winter steht vor der Tür und damit die Zeit von Museen und langen Clubnächten, bei denen man sich keine Sorge machen muss, beim Nach-Hause-Stolpern geblendet zu werden. Bis es so weit ist, genießt die bunte Pracht schwingt Euch aufs Rad. Damit der körperlichen Ertüchtigung auch ein wenig geistige folgt, wie jede Woche unsere Tipps für Berliner Wochenende

Arty

  • Diese Woche hat in der Berlinischen Galerie die Ausstellung „Wien Berlin – Kunst zweier Metropolen“ eröffnet und beleuchtet das vielfältige Beziehungsgeflecht der Künstlerszenen dieser beiden Städte insbesondere im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts. Mit Werken von Grosz, Dix, Klimt, Oppenheimer etc…
  • Brasilien ist in vielerlei Hinsicht ein Beispiel für – mehr oder weniger gelungene – Modernisierung, sowohl was Wirtschaft als auch Architektur und Stadtentwicklung anbelangt. Die Ausstellung „Brasiliens Moderne  1940-1064“ zeigt diese Entwicklung beispielhaft in eindrucksvollen s/w-Fotografien.
  • Nach der gelungenen Premiere am Donnerstag gibt das English Language Theatre sowohl Freitag als auch Samstag jeweils eine Vorstellung des Stückes „White Rabbit, Red Rabbit„, eine Performance über Widerstand und Macht, die bereits weltweit Erfolge gefeiert hat.
  • Es ist zwar schon eine Weile her, aber damals wurden wir von den Geschwistern Pfister sehr gut unterhalten. Das neue Programm heißt „Wie wär’s wie wär’s?“, wie immer in der Bar jeder Vernunft, dessen Spiegelzelt man auf jeden Fall mal von innen gesehen haben sollte.

Party

  • Vielleicht weckt der Name x-Mix tatsächlich noch bei dem Ein oder Anderen Erinnerungen, den meisten unter Euch wird dieses Label aus der grauen Vorzeit elektronischer Musik (die 90er) wahrscheinlich unbekannt sein. Die guten alten Zeiten erscheinen jedenfalls im Stattbad Wedding im neuen Gewand. Veranstaltet wird das Ganze von dem Label !K7, den Urhebern der legendären und immer noch fortgeführten Mix-Reihe DJ Kicks.
  • Dunkler und ganz handgemacht aber nicht minder aufregend ist der Düsterpop von Mark Lanegan, der am Freitag samt Streichquartett in der PAssionskirche in Kreuzberg auftritt.
  • Ganz gediegen geht es bei dem großen Nuschler Bob Dylan zu, der gleich zwei Konzerte im Tempodrom gibt. Manche sehen in dem Mann tatsächlich den wichtigsten Gegenwartsdichter Amerikas. Muss man wirklich sehr mögen, wenn man >79 € für ein Ticket hinblättert. Es scheint sogar noch welche zu geben.
  • Vom Kollegen Tonio kommt dieser Tipp: Red on Blue am Samstag im Grünen Salon. Mit Genreanleihen quer durch die Musikwelt, ist allen Songs der Berlinerin Bernadette Kube gemein, dass sie vom Leben handeln und ein bisschen verträumt sind.
  • Geil; Ende Oktober und es gibt immer noch Open Airs. Der Lichpark öffnet seine Pforten zum Blättertanz im Herbst
  • Ganz großes Tennis erwartet Euch wieder beim Mo’beat-Festival, wo es natürlich nicht um Sport sondern Musik an teils ungewöhnlichen Orten geht. Wo? Natürlich in Moabit.

Und Sonst so

  • Doppelter Grusel: 1. Beim Zombiewalk am Alex (ohne Garantie, beim letzten Versuch waren ungefähr 10 Zombies und 38.000 Fotografen da) und 2. bei den Horrornächten im Filmpark Babelsberg
  • Führung über das Gelände der Alten Börse Marzahn inklusive Blick in den Sudkessel der neuen Brauerei (Unser Ausflug nach Marzahn)
  • Das HKW beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Gewalt und Musik. Von Nazi bis Narcorock, mit Filmen, Diskussionen, Konzert. Böse Musik, läuft noch bis Sonntag.

 

Das Wichtigste zum Schluss. Es ist der letzte Freitag im Monat, d.h. es ist Zeit für die nächste Critical MassWer am Sonntag auch noch Lust hat zum Radfahren hat: Fahrtwind lädt zum Sunday Coffee Ride

 

Kommentieren

  • (will not be published)

Sicherheitsabfrage *