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Ab 20.04.2013 jeden 1., 3. und 5. Samstag im Monat, Start 11 Uhr
17 Km, 3,5 Std
17 € + 5 € für das Leihrad
Zukunft Berlin
Auf dieser Tour zeigen wir Ihnen das Berlin von morgen und bewegen uns an Orte in der Stadt, die in Bewegung sind.
Was passiert auf dieser riesigen Baustelle? Wie wohnt man in diesen niedlichen Stadthäusern? Wie funktioniert ein städtebaulicher Wettbewerb? Warum verlegt man diese gigantische Straße? Was zur Hölle ist ein Bebauungsplan? Und wo genau sollen die Wolkenkratzer stehen?
Im Mauerpark, der populärsten Spielwiese der Stadt, wird bald wieder gemauert, sollten die Bürgerproteste erfolglos bleiben. Weddinger und Prenzlberger Anwohner wehren sich gegen eine Bebauung des Parks mit Stadthäusern und das internationale Partyvolk will in den Sommernächten ungestört weiterfeiern.
Geheimer geht’s nicht, doch im Jahr 2012 ist es mit der Geheimniskrämerei vorbei. Dann wird die Großbaustelle der BND-Zentrale, die inzwischen den Ruf hat, die am besten gesichertste Deutschlands zu sein, sich zu einem eigenen Stadtquartier wandeln und bis zu 4.000 Geheimdienstler beherbergen.
Welchem Großstadtbahnhof der Welt liegt schon ein brachliegendes Gewerbegebiet zu Füßen? – Dem Hauptbahnhof in Berlin! Verlassen ihn ankommende Reisende über den Europaplatz Richtung Norden, sehen sie sich wahrlich in die Wüste geschickt. Gleich vier Stadtviertel warten im geplanten Lehrter Stadtquartier auf die Wehen von Grund und Boden.
Das „Band des Bundes“ mit Kanzleramt, Paul-Löbe- und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus erreicht an dieser Stelle seine natürlichen Grenzen. Wo sich Spree und Stadtbahn kreuzen und heute noch DDR-Plattenbauwohnungen die Kulisse für die Spreeschifffahrt bilden, wird der über 900 Meter lange Gebäudekomplex mit dem Bau des Luisenblocks–Ost demnächst vollendet.
Berlin mit seinen breiten Straßen, vielen Grünflächen und zahlreichen Baulücken ist kein Puppenhaus – an dieser Stelle, auf dem Friedrichswerder, aber doch. Die Wohnräume der Townhouses sind vertikal organisiert. Darum geht man hier nicht „rüber“ in die Küche, um sich einen Kaffee zu holen, sondern „rauf“ und wieder „runter“.
Am Spittelmarkt wird es in Zukunft eng. Aber noch pfeift hier der Fuchs, denn die gigantische Leipziger Straße ist nicht nur die wichtigste Ost-West-Verkehrsverbindung der Stadt sondern auch eine Kaltluftschneise, in der es hin und wieder stürmisch werden kann. Doch der gesamte Straßenzug soll zurückgebaut werden und die DDR-Wohnblöcke kriegen eine zweite Baureihe vor die Nase gesetzt.
Fleißig gegraben wird heute am Petriplatz, wo einst eine Kirche stand. Die Petrikirche und das benachbarte Cöllnische Rathaus markierten jahrhundertelang einen von zwei Ursprungsorten Berlins. Wenn die Ausgrabungen abgeschlossen sind, entsteht an der Stelle eine Grünfläche und das Cöllnische Rathaus bekommt einen baulichen Nachfolger.
Auch auf dem Schlossplatz, der umstrittensten Baustelle Deutschlands, wird gegraben. Die Fundamente des alten Stadtschlosses sollen in den Neubau des Humboldt-Forums integriert werden und eine Kuppel oben drauf wollen die Schloss-Fans auch noch. Aber wer soll das alles bezahlen? Im Jahr 2016 werden wir sehen, was da glänzt.
Planschen mit Neptun am Rathausforum? Der römische Wassergott würde das blaue Szenario wohl mit jubelnder Forke willkommen heißen. Weder wird darin vor dem Roten Rathaus die Berliner Altstadt auferstehen, noch der New Yorker Central Park in die deutsche Hauptstadt geholt. Das Areal vor dem Fernsehturm wird zumindest in den Phantasien der Stadtplaner mit Spreewasser geflutet.
Der Molkenmarkt, der älteste Marktplatz Berlins, liegt heute unter der sechsspurigen Grunerstraße begraben. DDR-Planer haben die Trasse mitten durch die kriegszerstörten Baublöcke des alten Klosterviertels geschlagen. Die ganze Straße soll hier verlegt und an ihrer Stelle die Berliner Altstadt wieder aufgebaut werden.
Lässt sich der Berliner Fernsehturm in den Schatten stellen? Zehn Hochhaustürme werden diese städtebauliche Herausforderung auf sich nehmen und am Alexanderplatz in 150 Meter Höhe streben. Aber wann? Das kann niemand genau sagen, denn der Markt hat hier ein Wörtchen mitzureden, und im Moment ist er – Gott sei Dank – sprachlos.
Faszinierend wie eine Modelleisenbahn für Kinder sind die Stadtmodelle der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für Berlin-Besucher. Hier sieht man, wo und wie viel in Berlin seit der Wiedervereinigung gebaut wurde und man kann den Blick zurückwerfen auf Berlin als geteilte Stadt, denn eines der drei Modelle zeigt die DDR-Hauptstadt von 1989.
Wem gehört die Stadt? Auf dem 180 Hektar großen Gebiet entlang der Spree, wo schon die neue O2-World-Arena steht, wollen Investoren Hotels, Vergnügungsviertel und Wohnquartiere bauen. Friedrichshainer und Kreuzberger zeigen Teamgeist und protestieren gemeinsam. Nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid von 2008 feilschen sie jetzt mit den Bezirken und „Immobilienhaien“ um die begehrtesten Ufer Berlins.
Es ist ein Sieg für die Ost-Moderne. Die Zukunft des Ortes, an dem das „Haus der Statistik“ abgerissen wird, wird sich mit dem benachbarten DDR-Plattenbaugebiet vertragen. Das ist nicht selbstverständlich, denn mit dem Planwerk Innenstadt wollte man 1999 das sozialistische Wohngebiet mit einem Stück Vorkriegs-Berlin überplanen.
Diese Tour können wir gerne für kleine oder größere Gruppen organisieren. Bitte teilen Sie uns einfach Ihren Wunschtermin mit, wir werden uns innerhalb von 48 Stunden bei Ihnen zurück melden.
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