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Täglich 10 Uhr
zusätzlich Fr, Sa, So 15 Uhr
15 Km, 4 Std.
14 € + 5 € für Leihrad
Berlin im Überblick
Die Stadt hat viel Platz und steckt voller Brüche und Widersprüche.
Wenn Sie mit uns durch Berlin radeln, werden Sie schnell feststellen: Altes und Neues, Gelungenes und Fragwürdiges stehen unmittelbar nebeneinander. Aus jeder Epoche, jedem Gesellschaftssystem sind einige Gebäude übriggeblieben – während andere im Krieg zerstört oder als nicht mehr zeitgemäß abgerissen wurden. So wirkt das Stadtbild heute nicht als geschlossenes Ensemble sondern als spannend-skurrile Collage.
Neben den Hauptsehenswürdigkeiten erleben Sie die für Berlin typischen Mietskasernen aus der Gründerzeit, Sie sehen Hinterhöfe und erfahren vom explosionsartigen Wachstum vor 150 Jahren. Wir zeigen Ihnen Preußens Glanz und Gloria um gleich anschließend in die moderne Architektur des Regierungsviertels einzutauchen. Hier dominieren Glas, Stahl und Sichtbeton. Staunen Sie über die riesige Freifläche im Zentrum, wo an Stelle des DDR-Palasts das alte Stadtschloss wieder entstehen soll. Auf dieser Tour erfahren Sie die Dynamik der Metropole und was die Berliner zu all den rasanten Veränderungen sagen.
Bis in die 90er Jahre bröckelte im Prenzlauer Berg der Putz, viele der 100 Jahre alten Mietshäuser waren unbewohnbar. Und genau hier entwickelte sich eine in der DDR einmalige Subkultur.
Die meisten Gebäude sind inzwischen aufwändig saniert, heute hat sich die Gegend vom anarchischen Szenebezirk zum Wohngebiet junger Familien und kreativer Individualisten gewandelt.
Die große Leere in der Mitte: Ende 2008 wurden die Abrissarbeiten des Palast der Republik abgeschlossen. An seiner Stelle soll das Stadtschloss wiederaufgebaut werden. Bis dahin verfügt Berlin über eine zentrale Freifläche, weit größer als der Rote Platz in Moskau. Immerhin, der Berliner Dom wirkt so noch imposanter. Der blau-weiße Schuhkarton links im Bild ist die temporäre Kunsthalle – eine “Zwischennutzung”.

Die sozialistische Stadt und der sozialistische Mensch. Zum 20. Geburtstag der DDR wurde der Alexanderplatz neu gestaltet: mit Hotel-Hochhaus, Weltzeituhr und dem immer gut bestückten Zentrum-Warenhaus.
Alt und neu ganz dicht beieinander. Die 700 Jahre alte Marienkirche ist Berlins ältestes Gotteshaus. Unmittelbar daneben erhebt sich der Fernsehturm – als Prestigeprojekt von der DDR 365 Meter hoch in den Himmel gebaut.
Spandauer Vorstadt und Scheunenviertel: 1672 verbannte der Große Kurfürst alle hölzernen Scheunen vor die Stadtmauer – später zogen jüdische Kleingewerbetreibende in das Gebiet. Heute bestimmen Gastronomie und Kunstgalerien die Umgebung der Hackeschen Höfe.
Fünf Museen stehen auf der Museumsinsel. Die vielleicht bekannteste und in jedem Fall eine der schönsten Bewohnerinnen – Nofretete – ist im von David Chipperfield wiederhergestellten Neuen Museum zu finden. Den nördlichen Abschluss der Insel bildet das im Jahr 2006 wiedereröffnete Bodemuseum.
Das Zeughaus ist das älteste Gebäude Unter den Linden. 1701 setzte sich der brandenburgische Kurfürst die Königskrone auf und damit war Preußen geboren. Der neue Machtanspruch wurde mit repräsentativer Architektur unterstrichen.
2711 Betonstelen gegen das Vergessen. An prominenter Stelle, genau zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz erinnert das “Denkmal für die ermordeten Juden Europas”, kurz Holocaustmahnmal genannt, an Deutschlands düsterstes Kapitel.
Der Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor gilt als “gute Stube” Berlins. Oft wird erbittert gestritten, welche Veranstaltungen vor der weltbekannten Kulisse stattfinden dürfen und welche nicht. Die Weltkriegs-Lanzer und der posierende Berliner Bär gehören zum alltäglichen Mummenschanz, während der für die Klimarettung werbende Eisbär bald abgetaut war.
Moderne Architektur und “Berliner Wolkenkratzer” empfangen den Besucher am Potsdamer Platz. In den 20er Jahren fuhren stündlich 600 Straßenbahnen über den Platz. Zur Erinnerung an die alte Glanzzeit hat man den “Verkehrsturm”, Deutschlands erste Ampelanlage wieder errichtet.
Edel und kultiviert gibt sich Berlin am Gendarmenmarkt. Das Preisniveau der umliegenden Lokale hat sich diesem Anspruch angepasst.
“Das Runde muss ins Eckige.” Dieses Motto lässt sich auch im Regierungsviertel wieder finden. Die Architekten mochten das Spiel mit den Formen.
Noch wirkt der neue Hauptbahnhof vom Regierungsviertel aus gesehen als spektakulärer Solitär. In den nächsten Jahren werden auf beiden Seiten der Zentralstation neue, meist würfelförmige Gebäude entstehen.
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